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Der DRK Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. schickt Jugendliche auf die Flucht

Foto: parcmedia

Das Rollenspiel "Youth on the Run" und das dazugehörige Seminarangebot ermöglichen einen praktischen Zugang zu den Themen Flüchtlingshilfe und Humanitäres Völkerrecht.

Auf der Flucht - fernab...

Das Jugendrotkreuz und die Freiwilligendienste im DRK Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. haben mit dem Rollenspiel „Youth on the Run“ eine praxisnahe Methode übernommen, bei der Jugendliche auf die Flüchtlingsproblematik und das humanitäre Völkerrecht sensibilisiert werden. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration im Rahmen des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit. Das Rollenspiel eignet sich bestens dazu, der jugendlichen Zielgruppe das Leben von Flüchtlingen vor Augen zu führen. Allen Teilnehmern werden bei „Youth on the Run“ neue Identitäten und Familien zugewiesen. Als „Familie“ müssen sie in den verschiedenen Szenen etliche Hürden meistern, um ihren Fluchtweg bestreiten zu können. Angefangen bei bürokratischen Bürosituationen über abenteuerliche Fluchtaktionen bis hin zur Verhaftung durch die Polizei – das Rollenspiel beinhaltet jede denkbare Situation, die Flüchtlinge auf ihrem langen Weg der Flucht durchstehen müssen! Das Rollenspiel „Youth on the Run“ dauert insgesamt 24 Stunden und garantiert den Teilnehmenden eine intensive Selbsterfahrung. Dabei sind Waffen jeglicher Art untersagt. Allein mit Worten und Gesten werden die einzelnen Situationen im Rahmen des 24-stündigen Rollenspiels in unterschiedlichen Sprachen simuliert. Als Amtssprache kommt z.B. Englisch zum Einsatz, um die Sprachbarriere zwischen Durchführenden und Teilnehmenden zu erhöhen.

Gefördertes Projekt durch

Aktuelles

Das sagt die Presse über "Youth on the Run" in 2019

Mitteldeutsche Zeitung

So verlief der Run 2019

Flüchtlingslager - Foto: parcmedia

Die Durchgänge des Rollenspiels „Youth on the Run“ fanden im November 2019 in der Ferienanlage am Grenzbach in der Dübener Heide (bei Bad Schmiedeberg) statt. Die Teilnehmer des Projekts waren sich einig: dass sie am Rollenspiel teilgenommen hatten, war genau die richtige Entscheidung gewesen! Ein solch intensives Erlebnis möchte keiner von ihnen missen. Dennoch machte sich Erleichterung unter ihnen breit, als sie nach 24 Stunden ihre Rolle als somalische Flüchtlinge ablegen konnten. In der Auswertungsrunde am Ende des Rollenspiels berichtete Rami Dahbour von seinen eigenen Fluchterfahrungen. Der 29-jährige Syrer flüchtete 2015 aus seiner Heimatstadt Aleppo nach Deutschland. Die erst gemachten Fluchterfahrungen im Rollenspiel und der anschließende Realitätsbericht inklusive Bildmaterial von zerbombten Häusern und Eindrücken der gefährlichen Reise nach Europa, bewegten die Teilnehmer dann zum Teil zu Tränen.

Das Rollenspiel „Youth on the Run“ wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration im Rahmen des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit.

Infos:

Auf der Flucht – fernab der Heimat, der Familie und auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort. Dies sind die Lebensumstände von Menschen auf der Flucht. Der DRK Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. rüttelt mit dem Rollenspiel „Youth on the Run“ die jugendlichen Teilnehmer wach und macht in breiter Öffentlichkeit auf den unmenschlichen Alltag von Flüchtlingen aufmerksam. Aktuell sind weltweit mehr als 70 Millionen Menschen, laut UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) auf der Flucht. Der Genfer Flüchtlingskonvention aus dem Jahr 1951 zufolge ist ein Flüchtling eine Person, die „…aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will..." Ursprünglich wurde das Rollenspiel „Young Refugees“ vom Dänen Steen Cnops Rasmussen in den 1990er Jahren entwickelt. Der Beweggrund des Dänen waren persönliche Beobachtungen bei Jugendlichen, die eine zunehmende Intoleranz und Ignoranz gegenüber Flüchtlingen und Migranten äußerten.

Das sagten die Teilnehmer des Rollenspiels "Youth on the Run"

„Ich habe mich für das Projekt entschieden, weil ich sehen wollte, wie es Flüchtlingen geht. Und ich wollte das Alles selbst nachvollziehen.“

„Das Rollenspiel war sehr realitätsnah- was nicht zuletzt an den Teamern lag, die ihre Rollen sehr überzeugend gespielt haben. Insgesamt wurden die Flüchtlingssituation und die damit einhergehenden Problemen durch das Rollenspiel gut verdeutlicht.“

„Ich hätte nie gedacht, dass man das so real gestalten kann. Ich hatte zwar anfangs das Problem das Englisch richtig anzuwenden, doch das kam dann mit der Zeit auch, sodass ich alles verstanden habe und meine Englischkenntnisse durch das Hören und selber sprechen verbessern konnte.“

„Wir haben wildfremden Menschen vertrauen müssen. Die haben unser Geld genommen. Die haben unser Eigentum genommen. Wir hatten immer, immer weniger, von dem wir wussten, das ist das Einzige, womit wir weiterkommen."

“Das sind ganz, ganz grenzwertige Erfahrungen. Man ist erschöpft. Man ist frustriert. Man ist genervt. Und das war so der Punkt, wo ich dachte: Die Flüchtlinge können ja auch nicht ‚Nein‘ sagen. Die können nicht einfach ‚Stopp‘ sagen. Wir können ‚Stopp‘ sagen. Die können es nicht!“

BIST DU BEREIT FÜR „YOUTH ON THE RUN“?

Voraussichtliche Termine 2020:

# 16.-17.10.2020
# 13.-14.11.2020
 

Weitere Infos...

Alle weiteren Informationen erhältst Du von Frau Katja Fischer unter Tel.: +49 345- 279 5325 10 oder unter katja.fischer(at)sachsen-anhalt.drk(dot)de

Alle Rechte: Steen Cnops Rasmussen www.cnops.dk  

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